Viele Maler und
Wissenschaftler haben versucht, eine objektive Ordnung in die
subjektiven Farben zu bringen. Besonders bekannt sind die
Farblehren von Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832) sowie von
Johannes Itten (1888-1967).
In Goethes
Farbkreis sind ebenfalls Rot und Grün aufgeführt, wobei eine
Dreiecksbildung zwischen Gelb, Blau und Rot auftritt. Dass sich
die beiden Pole Blau und Gelb nicht gegenüberstehen ist dadurch
zu erklären, dass Rot für Goethe die höchste Steigerung der
Farbenreihe darstellt.
Der
Teil von Gelb bis Rot stellt die Plusseite dar, der andere die
Minusseite. Eine psychologisch Zuordnung der Farben
(Farbempfindung) erfolgt, indem er den farbe Gelb und Blau
folgende Eigenschaften zuspricht:
- Gelb: Licht,
Hell, Kraft, Wärme, Nähe
- Blau: Schatten,Dunkel, Beraubung,
Schwäche, Kälte
Johannes Itten hat
den von Newton eingeführten Farbkreis übernommen und
perfektioniert.
In Ittens
bekanntestem Farbkreis sind die zwölf Farben enthalten, die sich
durch Mischen der Primärfarben Blau, Rot und Gelb ergeben.
Mischt man je zwei der Primärfarben, ergeben sich die so
genannten Sekundärfarben. Diese werden im Farbkreis zwischen den
zwei Primärfarben angeordnet, aus denen sie sich mischen lassen.
Die Sekundärfarben
sind: Orange, Violett und Grün.
Mischt man die
jeweils nebeneinander stehenden Primär- und Sekundärfarben,
entstehen sechs weitere Farben, die Tertiärfarben: Gelborange,
Rotorange, Rotviolett, Blauviolett, Blaugrün und Gelbgrün.
