"Nimm eine
Mandala-Vorlage und mal sie aus!"
Diese Aufforderung
kann der Start zum konzentrierten Malen sein.
Eltern und
Pädagogen/innen sollten beim Mandala-Malen der Kinder folgendes
beachten:
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Ungestörter
Raum: Wirkungsvolles Mandala-Malen braucht einen geschützten
Raum. Zwischen Tassen und Geschirr in der Küche oder umgeben
von einem Berg Spielsachen im Kinderzimmer wird das Malen
von Mandalas eher zu einem nervösen Gekritzel als zu einer
Konzentrationsübung. Der Raum sollte wenig Ablenkung bieten
und für die Zeit des Malens ein ungestörtes Arbeiten
ermöglichen.
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Keine
Hintergrundmusik! Das Missverständnis, dass Musik immer
beruhigend und konzentrierend wirke, beeinträchtigt das
kreative Mandala-Malen. In der Regel sind es die Ruhe und
Stille, die seelische Kräfte zur Entfaltung kommen lassen.
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Beginne mit
einfachen Maltechniken! Wenn beispielsweise die
Malanforderungen zu anspruchsvoll sind, dann wird die
Konzentration vom Mandala abgezogen. Schwierige Maltechniken
(z. B. mit Wasserfarben, Ölfarben) erzeugen schnell Ärger
und Frust und die wohltuende Wirkung ist verpufft. Gut
geeignet für erste Versuche sind Buntstifte und
Wachsmalkreiden zum Ausmalen der Mandala-Vorlagen.
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Farbauswahl:
Mit welchen Farben die Vorlagen ausgemalt werden, sollen die
Kinder spontan und frei entscheiden können. Wahrscheinlich
werden die Kinder ihre Lieblingsfarben verwenden.
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Male in eine
Richtung! Mandalas sollten entweder von außen nach innen
oder von innen nach außen bemalt werden. Dieses Vorgehen
entspricht dem Weg zur Konzentrationssteigerung und führt
zur Besinnlichkeit und innerer Ruhe.
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Exaktheit ist
fehl am Platz! Kinder malen Mandalas nach ihrem Gutdünken
und Vorstellungen aus. Daher wird nicht darauf geachtet,
dass sie die vorgegebenen Muster und Linien einhalten.
Derartige Hinweise verderben eher die Freude und
Begeisterung fürs Mandala-Malen.
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Gleiches gilt
für die Vollständigkeit. Wenn nach Ansicht des Kindes die
Vorlage fertig ausgemalt ist, so wird das auch akzeptiert,
auch wenn noch einige Teile nicht bemalt wurden. Es ist
total daneben, wenn sich Eltern oder Pädagogen/innen
hinterher bemühen, die Vorlagen der Kinder selbst fertig zu
malen.
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Die fertigen
Mandalas dürfen nicht gedeutet und interpretiert werden. Sie
sind der Ausdruck einer momentanen Befindlichkeit und
entziehen sich eine weitreichende Deutung.
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Die Vorlagen
sollten abstrakte Formen (Sterne, Rosetten …) enthalten.
Hasen, Bäume, Kerzen, Vögel u. a. zwingen den Vorstellungen
ein Thema auf und können sehr wahrscheinlich Konzentration
und Energien wenig bündeln.
Quelle:
Das Online-Familienhandbuch